Schriftenreihe zur Kinderliteratur
„Schriftenreihe Essays zur Kinderliteratur“
- zwei bis drei Essays pro Jahr behandeln aktuelle Tendenzen der Kinderliteratur
meinungsfreudig, temperamentvoll und vollkommen unabhängig.
Die Essayhefte (DIN-A-5-Skizzenhefte mit
Klammerbindung) gibt es pro Stück für 8 Euro (plus 2 Euro Versand) oder auch
im Jahresabonnement für 16 Euro bzw. 24 Euro (inkl. Versandkosten).
Heft 1:
Ricarda Hochländer: „Erstickte Hochkultur. Die
deutsche zeitgenössische Kinderliteratur –zerrieben zwischen Klientelismus,
Partikularinteressen und Vorteilsnahme“
28 S., 8 Euro, (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-05-1
Lieferbar
Zum Essay:
Die literarische Qualität der Kinderliteratur rückt in
einem Moment aus dem öffentlichen Blick, in dem sie gerade beginnt, sich zu
entfalten. Wir erleben derzeit einen Siegeszug der Manuskripte, in der
Kinderbuchproduktion ist nichts, wie es scheint. Der Verkäuflichkeit enthoben,
nimmt das Schreiben Aufschwung. Aber der Betrieb, den die Nutznießer der Alten
Welt mit Marktzugangsbeschränkungen betoniert haben, kann sie nicht aufnehmen.
Das kleine, gute Buch ist subversiv, selbst in der Kinderliteratur, und die
größte Gefahr für die gutgenährten Siegerlinge in der Bundesrepublik sind Leser,
die hässliche, ungestaltete, nirgends ausstellbare, vor Unabhängigkeit
strotzende Bücher lesen, einfach lesen. Sie werden mit allen denkbaren Mitteln
verhindert. Eine Abrechnung mit Politik, Verlagsbranche und ihren nur am eigenen
Wohl interessierten Hofschranzen !
Heft 2:
Jan Fischer: „Von zwei
Welten. Lose Notizen zum Verhältnis von Kinder- und Erwachsenenbüchern“
25 S., 8 Euro (plus 2 Euro
Versandkosten),
ISBN 978-3-938531-06-8
Lieferbar
Zum Essay:
Was ist der Unterschied zwischen Kinder - und
Erwachsenenbücher? Wie wird dieser Unterschied wahrgenommen, was haben
Kinderbuchautoren und Leser dazu zu sagen? In seinem launigen Essay gibt Jan
Fischer Denkanstöße zum Verständnis dieser zwei Welten, die nach
unterschiedlichen Regeln funktionieren, aber vielleicht doch nicht so fern
voneinander liegen.
Zum Autor:
Jan Fischer studiert Kreatives Schreiben und
Kulturjournalismus in Hildesheim. Nebenbei gibt er dort auch Seminare für
Studenten und Schreibworkshops für Schüler und veröffentlicht regelmäßig Prosa
und journalistische Texte in Print, Online und Radio.
Heft 3:
Mareile Herbst: "Ein Manifest für
Maßstäbe. Was ist ein gutes Kinderbuch?"
30 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-90-7
Lieferbar
Zum Essay:
Dort, wo nur literarische Güte zählt, wo es kein
Schielen auf Publikumsgunst gibt, wo Buchhändler und Marketingexperten die Suche
nach Werken nicht mit kunstfremdem Begehren verwässern dürfen, spielen
künstlerische Werte die Hauptrolle - und von dort kommt dieses Essay.
Die fast
verantwortungslos unabhängigen Überlegungen setzen den Prozess des Auswählens
eines Manuskriptes in den Gesamtzusammenhang kultureller Literaturbetrachtung.
Die Antwort auf die Frage nach dem guten Kinderbuch wird hier gegeben, indem das
Buch in jeder seiner Lebensphasen betrachtet wird. Ausgangs- und Endpunkt ist:
Es gibt keine Versöhnung von Qualität und Kommerz, niemals.
Zur Autorin:
Mareile Herbst ist Programmleiterin des Autumnus
Verlages.
Heft 4:
Tordis Schuster:
Die instrumentalisierte Kinderliteratur -
ein Plädoyer für mehr Ästhetik im Kinderbuch
30 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-61-7
Lieferbar
Zum Essay:
Die Forderung von Pädagogen und Eltern, Kinder sollten mehr lesen, ist allgemein
anerkannt. Doch warum, was steckt dahinter? An Universitäten, in der
wissenschaftlichen Literatur und auch im Buchladen um die Ecke ist die Meinung
weit verbreitet, dass Kinderbücher einen "Nutzen" haben sollen, nämlich den
kleine Lesern etwas Konkretes beizubringen. Sei es, dass die Katze Mäuse frisst
oder - durch die berühmte "Moral von der Geschicht"- dass man seine Eltern nicht
anlügen darf. Kinderliteratur wird instrumentalisiert.
Doch ist Kinderliteratur nicht auch - wie die Belletristik - Kunst, um ihrer
selbst Willen geschaffen? Haben Kinder nicht das Recht auf literarisch wertvolle
Bücher? Sollten tatsächlich vor allem pädagogische Kriterien ausschlaggebend für
Kinderbuchautoren sein?
Und sind literarische Ästhetik und kindgerechtes Schreiben überhaupt
vereinbar?
Zur Autorin:
Tordis Schuster ist Kinderbuchautorin. Zudem ist
sie als Dozentin für Kinderliteratur tätig und erteilt Kurse in Kreativem
Schreiben.
Heft 5:
Jan Fischer: Als ich noch jung war, gab es nur 150
Pokémon
Manga und Anime, Jugendliche und Kinder. Ein
kurzer Überblick von innen
30 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-60-0
Lieferbar
Zum Essay:
In seinem Essay "Als ich noch jung war, gab es nur 150
Pokémon" wirft Jan Fischer einen Blick auf das mittlerweile auch in Deutschland
alltäglich gewordene Phänomen Manga und Anime. Fischers Blick ist dabei nicht
nur der des kühlen Essayisten - es ist auch der des Liebhabers, der vehement
verteidigt, dass Manga und Anime nicht nur für Kinder zeitgemäße Unterhaltung
bedeutet, sondern auch Erwachsenen für Erwachsene spannend sein kann.
Zum Autor:
Jan Fischer studiert Kreatives Schreiben und
Kulturjournalismus in Hildesheim. Nebenbei gibt er dort auch Seminare für
Studenten und Schreibworkshops für Schüler und veröffentlicht regelmäßig Prosa
und journalistische Texte in Print, Online und Radio.
Heft 6:
Lino Wirag: Platzen vor Lachen! Komik und Kinderbuch
30 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-30-3
Lieferbar
Zum Essay:
Es gibt kein schöneres Lachen als Kinderlachen. Lino Wirag
unternimmt in seinem Essay „Platzen vor Lachen!“ einen Streifzug durch die
bunten und mitunter chaotischen Gefilde des komischen Kinderbuchs. In den
Büchern von Michael Ende, Christine Nöstlinger, Peter Hacks oder Wolf Erlbruch
lässt sich beobachten, wie sich der kindliche Drang zur Rebellion gerade in den
vermeintlich heiteren und harmlosen Elementen des Kinderbuchs artikuliert. In
einer genauen Analyse führt der Autor mit vielen Beispielen die wichtigsten
Funktionen und Formen des Komischen vor.
Zum Autor:
Lino Wirag schreibt nicht nur, er zeichnet auch. Und wie!
Für den Autumnus Verlag hat er „Herr M. und die Sache mit sich selbst“ von Jule
D. Körber illustriert – und nun auch sein eigenes Essay.
Im
vergangenen Jahr erhielt er den Deutschen Cartoonpreis für junge Talente".
Kunstwerke von Lino Wirag werden bei der Ausstellung „kongeniale" zu sehen sein.
Er studierte in Freiburg, Hildeshein und Finnland und lebt inzwischen in
München.
Heft 8:
Jan Fischer:
"Comic plus X
28 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-29-7
Lieferbar
Zum Essay
Anmerkungen zu den Umrissen der Graphic Novel"
Die Graphic Novel ist schwer zu fassen: Als immer wieder strapaziertes Argument
gegen die generelle Verdammung der vermeintlichen Verdummungsware Comic und als
Stiefkind "richtiger" Literatur ist sie zwar ein Comic - gleichzeitig aber auch
mehr als das. In seinem Essay "Comic plus X. Anmerkungen zu den Umrissen der
Graphic Novel" schafft Jan Fischer keine - womöglich unmögliche - Definition des
überhypten Comic-Subgenres, sondern begibt sich in der Comicgeschichte auf die
Suche nach der Zutat X, die für ihn für die Eigenständigkeit des Genres
steht. Außerdem erklärt er, warum nicht alles Gold ist, auf dem ein
Graphic-Novel-Sticker glänzt.
Heft 9:
Detlev Bauer
"Gefangen in Doktrin."
Drei Kinderbibeln exemplarisch gelesen
28 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-13-6
Lieferbar
Zum Essay
Bibel‘ bedeutet ‚Buch‘, aber die Bibel ist weder
ein Buch noch eine Zusammenstellung von Büchern. Biblische Schriften
stehen in Beziehung zu Glaubensüberzeugungen in verschiedenen
geschichtlichen Perioden und – mit neutestamentliche Schriften – auch
zum Beginn kirchlicher Traditionen, die in ihren Schichten äußerst
facettenreich waren und sind. Gleichwohl werden Kindern – nicht nur
durch Fundamentalisten - ‚über‘ die Bibel Einheits- und
Wesensvorstellungen vermittelt, die biblische Schriften als Steinbruch
doktrinärer Überzeugungen entwerten. Ihre Bedeutung für Bildung, für das
Verstehen und der Ausbildung von Überzeugungen schwindet.
Heft 10:
Mareile Herbst
Anspruchsvolle Kinderliteraturkritik im Netz
ca. 28 S., 8 Euro (plus 2 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-32-7
Lieferbar
Zum Essay
Das Internet quillt seit Jahren über von
Buchbewertungen. Die sind meist auf ein Minimum verkürzt, oft auch mit
Symbolen wie Sternchen versehen. Diese Unsitte, Literaturkritik auf
einen Warentest zu reduzieren, haben die Hobbykritiker leider von den
Zeitungen vorgemacht bekommen, die Buchrezensionen in einer Art
Selbstverachtung irgendwie zwischen Servicegedanken und Infotainment
sahen. Der unfassliche Unsinn, der als angebliche Kinderbuchkritik in
Print und Internet durchgeht, und der Wunsch, sich dagegen zu stemmen,
hat zur Gründung von Librikon geführt. Anlass also zu schauen, was
hinter den Kulissen bei Librikon getan und gedacht wird. Mit vielen
generellen Überlegungen zum Themas Buch und Internet.
Heft 11
:
Mareile Herbst (Hg.)
Verliebt in Becky Thatcher, Prägende
Kinderbücher
ca. 32 S., 8 Euro (plus 1,50 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-41-9
Lieferbar
Zum Essay
„Welche
Kinderbücher haben mich geprägt? Welcher Kindheitserinnerungen knüpfe ich an
sie?“ – diese beiden Fragen haben wir Autoren und Literaturkritikern gestellt.
Die Antworten sind so verschieden wie die Kindheiten, in denen die
Lieblingsbücher verschlungen wurden. Ein buntes Bild ergibt sich, auch mit
einigen Parallelen, das Schlüsse zulässt darüber, wie Kinder Literatur
aufnehmen. Mit Beiträgen von Manfred Lafrentz, Iris Kersten, Klaus von Mirbach,
Andreas Hartmann, Ursula Geck, Susann Obando Amendt, Susan Müller, Carolin
Kotsch
Heft 12
:
Bettina Meinzinger
Von Göttern, Prinzessinen, Dämonen und
Glühwürmchen
Eine Übersicht über die Bilderwelt im
indischen Kinderbuch
36 S., 8 Euro (plus 1,50 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-50-1
Lieferbar
Zum Essay
„Dieses Essay hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Einblick
in die aktuelle Bilderbuchliteratur Indiens zu geben. Dabei soll aufgezeigt
werden, dass sich der indische Kinderbuchmarkt im Wandel befindet: wurden – und
werden immer noch – besonderer Wert auf Sachbücher mit erzieherischen und
religiösen Inhalten gelegt, gibt es vermehrt engagierte und eigenständige
Verlage, Autor/innen und Illustrator/innen, die ihren Fokus auf hochwertige und
anspruchsvolle Literatur für Kinder im Vorlesealter bzw. frühen Lesealter legen,
die nicht nur lehrreich ist, sondern die Lesefreude steigert. Am Rande werden
Themen wie Zeitschriften, Comics und Märchen angeschnitten. Die ausführlicher
vorgestellten Bilderbücher wurden aufgrund ihrer Verfügbarkeit in deutscher
Übersetzung und ihrer hohen Qualität ausgewählt."
Heft 13
:
Susan Müller
Positive Botschaften
Neuere Kinderbücher über die DDR, neu
aufgelegte
Kinderbücher aus der DDR
ca. 40 S., 8 Euro (plus 1,50 Euro Versandkosten)
ISBN 978-3-938531-12-9
Lieferbar
Zum Essay
„In diesem Essay werden Bücher neueren Erscheinungsdatum
vorgestellt, die sich mit der DDR beschäftigen. Hierfür hat die Autorin eine
Auswahl von lesenswerten Büchern getroffen. Das Spektrum der 17 Empfehlungen
reicht von Juliane Breinls „Feuerbälle. Die Abenteuer einer Kinderbande in
Ostdeutschland“ bis Lutz Rathenows „Gewendet“. Daneben stehen persönliche
Reflektionen darüber, wie genau diese Bücher die Realität und die Wahrnehmung
der DDR-Zeit treffen."
Bitte bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar vor:
Heft 14:
Eva Burghausen: "Lügen,
verheimlichen, sich und andere gefährden. Was junge Leser lesen wollen. Über:
"Blinker" von Marc de Bel"
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